Gedanken zum Tag - 19. Mai

Gedanken zum Tag - 19. Mai

Guten Morgen meine lieben.

Unter dem Überbegriff Lebensberatung können wir so viele verschiedene Themen bearbeiten. Mich freut das immer wieder, so sehr. Darum möchte ich euch heute

wieder ein schönes Pflänzchen ans Herz legen, das so viel für uns tun kann.

Das Gänseblümchen.

Gänseblümchenöl selber machen – hilft bei kleinen Wunden, Quetschungen, Schwangerschaftsstreifen und mehr....

Jeder kennt die kleine Blume, doch kaum einer weiß um die vielen möglichen Anwendungen des Gänseblümchens. Mit Vitamin A und C, vielen Gerb-, Bitter- und Schleimstoffen und den Mineralien Eisen, Kalium, Kalzium und Magnesium bietet es eine Reihe von wichtigen Inhaltsstoffen, die innerlich und äußerlich angewandt bei kleinen Verletzungen genauso wie bei Ausschlägen und Hautunreinheiten helfen können. Als Wund- und Heilmittel steht es Arnika und Ringelblume in nichts nach. Nicht umsonst wird das Gänseblümchen auch “Arnika des Nordens” genannt.

In unseren Breitengraden kannst du es beinahe überall auf nicht zu hoch gewachsenen Wiesen finden und von Frühjahr bis tief in den Herbst hinein pflücken und für dich nutzen. Eine von vielen Anwendungsmöglichkeiten ist ein Ölauszug der Blütenköpfe, den du sehr einfach selbst ansetzen kannst.

Anwendung von Gänseblümchenöl

Ein Ölauszug mit Gänseblümchen wirkt vor allem äußerlich aufgetragen Wunder. So kann bei kleinen Wunden oder Schnitten ein Auftupfen auf die Haut eine schnelle Schmerzlinderung und ein Abklingen der Wunde bewirken. Dazu einfach mehrmals täglich die betroffene Stelle mit einem in Öl getränkten Tuch abtupfen.

Die im Gänseblümchen enthaltenen Gerb- und Bitterstoffe machen die Haut geschmeidiger und können so zum Beispiel helfen, Schwangerschaftsstreifen vorzubeugen. Eine regelmäßige Ölmassage der für Dehnungsstreifen anfälligen Stellen hilft den unschönen Hautrissen entgegenzuwirken.

Es kann auch als Öl zur Hautreinigung genutzt werden. Dabei das Öl vorsichtig auf der trockenen Haut verreiben und mit einem feuchten Tuch abnehmen. Zur Hautpflege wird das Öl auf die nasse Haut aufgetragen und nur vorsichtig abgetupft. Die enthaltenen Gerb- und Bitterstoffe helfen mit, die Anfälligkeit für Bakterien und Pilze zu mindern und Unreinheiten und Trockenheit zu bekämpfen. So kann ein Öl aus Gänseblümchen selbst bei Akne, Neurodermitis oder Herpes unterstützend wirken.

Gänseblümchenöl selbst herstellen

Für das heilende Gänseblümchenöl brauchst du nichts weiter als ein Glas voll frisch gesammelter Gänseblümchenblüten und ein geeignetes Basisöl. Welches Öl sich dafür am besten eignet, kannst du weiter unten nachlesen. In diesem Rezept verwende ich Distelöl, weil es besonders vitaminreich ist und es auch in gut sortierten Lebensmittelgeschäften erhältlich ist.

1. Gänseblümchenblüten sammeln und für eine Weile im Schatten liegen lassen, damit kleine Krabbeltiere noch fliehen können.

2. In ein Glas geben und so weit mit Öl aufgießen, dass alle Pflanzenteile bedeckt sind.

3. Das Glas in ein Wasserbad stellen und vorsichtig erhitzen. Besonders schonend werden die Wirkstoffe bei einer Temperatur um die 40 °C herausgelöst.

4. Etwa 90-120 Minuten ziehen lassen. (Bei 60-80 °C reichen 60 Minuten.)
5. Danach von Herd nehmen und weitere 1-3 Tage verschlossen und bei Zimmertemperatur ziehen lassen.
6. Die Blüten durch einen Filter oder Nussmilchbeutel abseihen und das Öl in Braunglasflaschen abfüllen.
Bei der Haltbarkeit deines selbstgemachten Gänseblümchenöls kannst du dich am ursprünglichen Verfallsdatum des Basisöls orientieren.

Solltest du das Öl weiterverwenden wollen für eine Gänseblümchensalbe oder eine Creme, kannst du es getrost auch bis 60 °C erhitzen, da das in der Salbe verwendete Bienenwachs erst bei dieser Temperatur schmilzt und das Öl später entsprechend erwärmt werden muss.

Tipp: Sehr viel schonender werden die Wirkstoffe des Gänseblümchens ohne Erhitzen herausgelöst. So ein Kaltauszug nimmt aber auch deutlich mehr Zeit in Anspruch. Dazu werden die mit Öl übergossenen Blüten gar nicht erhitzt, sondern drei bis fünf Wochen an einem warmen, aber schattigen Ort stehen gelassen und täglich einmal geschüttelt. Das Schütteln hilft, die Wirkstoffe besser herauszulösen und Schimmelbildung zu verhindern.

Nun wünsche ich euch viel Spass und gutes Gelingen.

Eure, Zlatka Maria

Text: (Kostbare Natur)



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